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Neue Reformen

Liebe Patienten,

durch ständige Veränderungen in der Gesetzgebung herrscht zum Teil große Verunsicherung darüber, welche Behandlungen die Kassen übernehmen und für welche Behandlungen Sie selbst die Kosten tragen müssen. Mit dieser Information möchten wir Ihnen eine erste Hilfestellung zu den dringendsten Fragen geben. In einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie gerne zu individuellen Fragen für Ihre optimale Behandlung.

Grundleistungen

Was wird von den Krankenkassen komplett bezahlt oder bezuschusst?

Alle notwendigen Grundleistungen nach § 12 des Sozialgesetzbuches. Dabei wird vom Gesetz vorgeschrieben, dass die Behandlung notwendig, ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig sein muss. Dazu gehören z.B. folgende Behandlungen:

  1. Schmerzbehandlung
  2. Zahnfüllung mit einfachen Füllungsmaterial (Amalgam, Zement ...)
  3. Untersuchung
  4. Zahnsteinentfernung (1 x pro Jahr)
  5. Einfache Wurzelbehandlung
  6. Zahnentfernungen
  7. Standartkronen (mit Festzuschuss)
  8. Versorgung von Zahnlücken mit einfachen Brücken oder Prothesen (mit Festzuschuss)
  9. Versorgung mit Suprakonstruktionen bei Einzelzahnlücken oder totaler Prothese (mit Festzuschuss)

 

Komfortleistungen

Für welche Behandlungen müssen Sie komplett selbst zahlen?

Bei Kassenbehandlungen, die mit besseren Materialien oder aufwändigeren Techniken durchgeführt werden. Dazu gehören z.B. folgende Behandlungen:

  1. Kunststoff-Füllungen
  2. Laborgefertigte Füllungen (Inlays)
  3. Neue Techniken in der Kariesentfernung
  4. Aufwändigere Kronen, Brücken oder Prothesen (mit Festzuschuss)
  5. Aufwändigere Suprakonstruktionen (mit Festzuschuss)

Mehrleistungen

Bei welchen Behandlungen müssen Sie etwas dazu bezahlen?

Alle Behandlungen, die nicht von den Krankenkassen bezuschusst werden dürfen. Dazu gehören z.B. folgende Behandlungen:

  1. Implantate
  2. Komplizierte Wurzelbehandlungen
  3. Prophylaxe für Erwachsene
  4. Zahnreinigung einschließlich Politur
  5. Zahnärztliche Kosmetik (z.B. Bleichen von Zähnen)
  6. Prothesenreinigung
  7. Keramikfacetten
  8. Verbindungselemente statt Prothesenklammern
  9. und alle Behandlungen, die über das notwendige, ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Maß hinausgehen

Vorsorge

Grundprinzipen der Vorsorge

Es gibt - stark vereinfacht - zwei wichtige Zahnkrankheiten:

Karies und Parodontitis. Beide lassen sich hauptsächlich auf eine Ursache zurückführen: Zahnbelag. Eine sinnvolle Vorsorge (Prophylaxe, Prävention) beruht auf zwei Pfeilern.

  1. Der Zahnbelag muss immer wieder entfernt werden, denn ohne Zahnbelag gibt es keine Karies und keine Parodontitis.
  2. Reparatur: Fluoride härten den Zahnschmelz, reparieren die entmineralisierte Zahnoberfläche und hemmen die Vermehrung der Plaque-Bakterien.

Alles der Reihe nach

Beginnen Sie mit den am schwersten zu reinigenden Zahnpartien

  1. Innenseite der Unterkieferzähne
  2. Front, rechts innen
  3. Rückwärtige Fläche des letzten Zahnes rechts
  4. Außenfläche der Unterkieferzähne: rechts, Front links
  5. Rückwärtige Fläche des letzten Zahnes links

4 Regeln für gesunde Zähne

  1. Reinigen Sie Ihre Zähne gründlich zweimal täglich, und verwenden Sie dabei auch Zahnseide oder Interdentalbürsten
  2. Verwenden Sie fluoridierte Zahncreme
  3. Gehen Sie zweimal jährlich zum Zahnarzt und zusätzlich zur professionellen Mundhygiene
  4. Ernähren Sie sich zahnschonend

 

Zahnarzt Rau bei der Behandlung

FAQ

Ist Karies erblich?

Nein. Karies wird nicht vererbt wie etwa die Bluterkrankheit. Es gibt kein Gen, das Karies verursacht. Aber die Summe mehrerer Erbfaktoren kann die Anfälligkeit für diese Krankheit sehr wohl beeinflussen.

Das haben Untersuchungen an eineiigen Zwillingen ergeben. Für die große Mehrzahl der Menschen sind schlechte Zähne vorwiegend eine Folge mangelnder Zahnreinigung. Möglich ist aber, dass die Stärke der Immunabwehr genetisch beeinflusst ist.

Was beschleunigt die Kariesentstehung?

  • Viel und alter Zahnbelag
  • Häufiger Konsum klebriger, süßer Nahrung wie Honig, Karamellbonbons, Bananen, Trockenfrüchte u.v.m.
  • Saure Limonaden und Fruchtsäfte.

Hunger in der Nacht?

Wer nachts nach dem Zähneputzen plötzlich Hunger bekommt, ist mit einem kleinen Stück Hartkäse oder Dauerwurst noch am besten bedient, weil Eiweiß und Fett von den Mundbakterien kaum verwertet und nicht zu Säuren abgebaut werden. Besser ist natürlich, sich nach so einem Nachtmahl noch einmal die Zähne zu putzen.

 

Patientenberatung